Aufgaben und Ziele LAOB

Der Landesverband Ambulantes Operieren Bayern (kurz: LAOBayern - LAOB) ist ein gemeinnütziger Verein und soll im Vereinsregister eingetragen werden. Der Zweck des Vereins ist die Förderung und Verbreitung der Wissenschaft und Forschung und der öffentlichen Gesundheitspflege auf dem Gebiet des ambulanten Operierens auf der Landesebene. Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt in erster Linie nicht eigenwirtschaftliche Zwecke.

Die Tätigkeit des LAOBayern ist auf das Bundesland Bayern begrenzt und stellt eine eigenständige regionale Untergruppe des Bundesverbandes Ambulantes Operieren e.V. (kurz: BAO) dar. Die ordentlichen Mitglieder des Landesverbandes sind gleichzeitig auch Mitglieder im Bundesverband.

Der Landesverband Ambulantes Operieren Bayern e.V. (LAOBayern) vertritt als regionale Untergruppierung des Bundesverbandes Ambulantes Operieren e.V. (BAO) die Tätigkeit und Interessen der ambulanten Operateure und der ambulant tätigen Anästhesieologen.


Ambulantes Operieren gilt als 3. Säule im Gesundheitswesen - neben der ambulanten Versorgung und der stationären Versorgung. Was den Auftrag an Kostenreduzierung im Gesundheitswesen angeht, bergen gerade die Ambulanten Operationen ein hohes Einsparpotential. In Ländern wie England und den USA werden bereits 50 % der Operationen unter ambulanten Bedingungen durchgeführt - Deutschland ist auf einem guten aber auch holprigem Weg.

Die schwierige Situation im Gesundheitssektor und ein wahnwitziges System bezüglich der Honorarberechnung für ambulante Operateure führten dazu, dass ambulante Opererationen nur noch zu 50 % kostendeckend erbracht werden können. Die Folge: Viele Operationen werden nach wie vor stationär durchgeführt - auch wenn die Voraussetzungen für eine ambulante Versorgung durchaus vorhanden sind. Sie werden den Patienten nicht einmal zur Wahl gestellt. So steht sich das System selbst im Weg und die Kosteneinsparung läßt auf sich warten.

Der LAOBayern setzt sich für Veränderungen dieser Situation auf regionaler Ebene ein und fungiert unter anderem als Verhandlungs- und Vertragspartner mit den einzelnen Krankenkassen. Dazu enstanden in der Vergangenheit z.B. Strukturverträge, die ambulanten Mitglieder-Operateuren zumindest bei einigen Eingriffen eine kostendeckende Durchführung erlaubt. Sowohl die Landesverbände als auch der Bundesverband setzen sich unermüdlich für den weiteren Ausbau von Verträgen mit den Krankenkassen zu weiteren Eingriffen und das Ausräumen von Wegsperren durch das System ein. Die Mitglieder profitieren von den Erfolgen - die Patienten indirekt auch.

Eine weitere wichtige und große Herausforderung ist die Förderung und Verbreitung von Forschung und Wissen auf dem Gebiet des Ambulanten Operierens. Dies zu realisieren gilt nicht nur auf der Fachebene sondern auch auf der Ebene Betroffenener und Angehöriger. Gesundheitsstrukturreform und Entwicklung zur Eigenverantwortung Gesundheit fordern dies zusätzlich und machen Wissensvermittlung geradezu unumgänglich. Eigenverantwortung braucht WISSEN und dies gilt es zunächst zu vermitteln. Das Ziel der Wissensvermittlung ist die Unterstützung im Arzt-Patienten-Dialog. Denn Wissen allein kann das Gespräch bzw. den Dialog z.B. im Entscheidungsprozeß und der Abwägung für oder gegen eine ambulante Operation zwischen Arzt und Patient selbstverständlich nicht ersetzen.

Chirurgen Magazin + BAO Depesche

Heft 88, Ausgabe 2 – Mai 2018
121. Deutscher Ärztetag Aufgewertet: Der Facharzt für Allgemeinchirurgie behält seinen Platz in der Versorgung
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autsch!

autsch! Wenn Politik weh tut Politik drängt ambulante OP-Praxen ins Abseits.
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